Digitalisierung in drei Schritten

Oh mein Gott, Regierung braucht dringend Information Transformation! Steuerzahler -3,4Mrd.€

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Und täglich grüßt das Murmeltier.

Ist es zu fassen, das schon wieder ein „Großprojekt“ in Deutschland in den Sand gesetzt wird, wieder in Berlin. Hallo Berlin echt schlechtes Karma, für politische Groß-Projekte. Merkwürdig ist es schon, was alles nicht geht sobald Politiker ein Projekt ins Leben rufen. Es ist auch bedauerlich, wie intransparent solche Vorhaben intern wie extern Projektergebnisse getrackt werden.

Bei Spiegel, Golem und Netzpolitik gibt es die ersten Informationen dazu. Offizielle Berichte, auch zur Verwendung der Mittel stehen nicht zur Verfügung. Evtl. mal Googlen vielleicht findet Ihr ein Dokument zum Download.

Dokument vom Bundesrechnungshof zum Projekt 2015, Link hier. Der Bundesrechnungshof ist die einzige Quelle, wer Lust hat zu recherchieren gibt in der Suche „IT-Konsolidierung“ ein, dann werden Euch alle Berichte aufgelistet. Interessant ist das für dieses Projekt zwei Rechenzentren für 26 Mio angemietet wurden, die aber nie genutzt wurden.

Das ist so als würdest Du Dir ein Flugzeug kaufen, weil du vorhast zu verreisen, weißt aber noch nicht wohin.

Das Muster

Nach den bisher vorliegenden Informationen, ergibt sich folgendes Bild:

  • Regierung will Bundes-Daten in die Wirtschaft verlagern und führt neue Abhängigkeiten ein.
  • „Hardware“ wird bereits angeschafft, obwohl ein klares Konzept das überall passt noch fehlt.
  • Projektführung ist intransparent, eine Projektsteurung ist nicht gewährleistet.
  • Politische Macht ist stärker, als fachliche Kompetenz. Evtl. auch Haltungsprobleme, „mir zu komplex, macht ihr das“

Im "Neuland" sich nicht auskennen,...

IT-Lösungen zu gestalten erfordert viele Wissen über das „Wesen“ dieser besonderen Art von Projekten. Wer die Aufgaben und Herausforderung der Software-Entwicklung praktisch nicht kennt, wird auch die praktischen Probleme der Hardware Produktwelt nicht berücksichtigen. Vor allem die besonderen Rahmen-Bedingungen, die notwendig sind das Mitarbeiter Wissen aufbauen und fair teilen können, das eine lösungsorientierte Projektkultur vorhanden ist.

Ein häufiger Vertreter ist der „Budget“-Verantwortliche, also derjenige der das Geld „verteilt“ oder einer Behörde vorsteht. Weil Sie über Geld und Personal verfügen, glauben Sie das Sie besondere Fähigkeiten besitzen. Nur leider ist diese „Überschätzung“ kontraproduktiv für das Projekt. Beispiele. „Ich kaufe die besten (meint teuersten) Berater ein, meine Untergebenen sind ja unfähig“, Es ist der Fehlglaube ich kann alles mit Geld einkaufen und sofort nutzen.

Informationsprozesse müssen wie alle anderen Prozesse gestaltet und entwickelt werden. Wer das unterlässt, scheitert.

Digitale Strategie als Ausweg ...

Die Frage ist ja, welche Informationsverarbeitungs Muster, bzw. Denkmuster, hier zum tragen kommen.

Vieles ist der Glaube, das der Einkauf von externen Dienstleistern, interne Führungsprobleme löst. Ein anderer Glaube ist, das gute Lösungen hinter verschlossenen Türen entstehen und erzwungen werden können.

Was hilft ist Offenheit, Transparent und Aufbauen von Kompetenz.

Informationsverarbeitung muss immer so unabhängig wie möglich von Herstellern sein.

 

Stellen Sie sich vor es gäbe Hirn zum Kaufen. Gut jetzt haben Sie sich ein schickes "Apple"-Hirn gekauft, sau teuer, aber mit Cloud Anbindung. Apple weiß was Sie denken. Jetzt treffen Sie auf einen mit "Google"-Hirn, Austausch nur mit IT-Consultant möglich, oder teuren Adapter. Das geht auch mit Microsoft und Amazon.
Blöd nur wenn Sie das als Chinese gemacht haben und Donald sie nicht mehr lieb hat, keine Updates aus Amerika.

Darum muss die Strategie lauten auf Offene Systeme zu setzen und europäische kleine und mittelständische Unternehmen mit in die digitale Zukunft zu nehmen.

(Anmerkung: Mit offenem System meine ich z.B. OpenHardware oder OpenSource-Software, damit Sicherheit geprüft und von möglichst vielen Wissensträgern weiterentwickelt werden kann)

Anregungen zur Umsetzung:

  • Hochschulen als „Produzent“ von Experten für OpenHardware und OpenSoftware ausbauen.
  • Durch lizenzfreie Modelle, finanzielle Hürden für kleine und mittlere Unternehmen abschaffen. Geld kann mit Dienstleistung verdient werden.
  • Behörden und Großunternehmen beteiligen sich an einer digitalen Strategie der Freiheit und Gemeinschaft.

Vielleicht ein Beispiel. Wissen aufbauen gelingt nur durch handeln. Wenn sie als europäischer Software-Entwickler z.b. Zahlungssysteme bedienen wollen, ist das in Europa mit Kosten Hindernissen verbunden. Ich habe eine Idee möchte gern eine WebApp schreiben, habe bisher noch nicht mit Online-Bezahlmethoden gearbeitet. Dann werde ich versuchen über Test Projekte meine Fähigkeit aufbauen. Allerdings ist der Weg über die Hausbank, nur mit Kosten verbunden. Andere Anbieter wollen schon einen Businessplan haben oder noch mehr Geld. Ich will doch nur lernen. Der Ausweg ist natürlich, einen amerikanischen Anbieter zu wählen, keine Kosten, eigene Testumgebung, fertige Bilbiotheken, super Support, großes „Ökosystem“.

Scheitern ist notwendig um zu lernen. Aber bitte lernt!

Frei sein heißt, umdenken.
Alte Muster auflösen ist ein Infromationsverarbeitungsprozess