Digitalisierung in drei Schritten

DSGVO Monster wütet? Angst vor Abmahnungen

Hallo lieber DSGVO-Geplagter,

Was passiert da gerade?

hast du auch schon alle Mails bearbeitet, die jetzt plötzlich mit geänderten Datenschutzänderungen oder Gewinnspielen in deinem Postfach gelandet sind. Oder liest bestimmte News, das jegliche Form der Kontaktaufnahme, z.B. auf einer Messe, jetzt deinen Gesprächspartner erst mal ein Einwilligungsformular unterzeichnen lässt, das du seine Daten speichern, also merken darfst. Dann solltest Du noch Deinen Chef informieren, das hier ein personenbezogener Datenverarbeitungsprozess gestartet wird. Puh, ist das kompliziert. Herr Meier, drückt mir seine Visitenkarte in die Hand und oh Gott, „DSGVO„, Panik, was tun? So oder so ähnlich geht es im Moment auch vielen Menschen im Land, da die DSVGO jetzt technologieneutral ist. Privater Dorf Tratsch ist noch nicht reguliert, oder vielleicht doch? Darf man noch der Nachbarin sagen, weißt du was die … wieder gemacht hat?

Gut ist das wir plötzlich bewusster über Datenverarbeitung nachdenken müssen. Jetzt mal ehrlich, wer liest denn jetzt eigentlich all die Datenschutzerklärungen und Einwilligungsvereinbarungen? Darf man die auch während der Arbeitszeit lesen? Oh mal sehen, vielleicht gibt es bald eine Statistik wie sich die Produktivität der Menschen in diesem Jahr entwickelt. Ja es ist leider so, Digitalisierung soll komplizierte Sachen einfach machen, die EU macht es kompliziert und bürokratisch.

Werbung und psychologisches Profiling?

Ist doch so, wir „shoppen“ uns bei Amazon die Finger wund und finden es gar nicht wie unsozial der Konzern ist, sorry Mitarbeiter, aber es gibt in Europa keinen der es uns so gut besorgt. Aber „hoppla“, jetzt bin ich doch ganz woanders, warum taucht denn jetzt Angebote auf dieser Webseite auf, die ich vorher bei Amazon gesucht habe? „Profiling“ nennt man das, Amazon setzt einen Werbe Cookie, ist nur ein Zahlenschnipsel zur Identifizierung, ein AdServer der vermutlich die Anzeigen auf der Nicht Amazon Seite ausliefert, erkennt den Cookie, holt sich Daten von Amazon und „plop“, da sind Sie deine „KaufMich Erinnerungen“. Macht ein kleines Unternehmen in der Regel nicht, also runter von der Check-Liste.

Im großen und ganzen finde ich es richtig, das wir bewusster mit persönlichen Daten umgehen. Vielleicht doch ein kleines Danke DSGVO?  Und das aus einem technisches Tracking, Verhaltensprofile erstellt werden und damit zu psychologischen Prognosen führt, um dann ggf. gezielte psychologische Manipulation der erkannten Schwächen anzuwenden. Machen wir Tag täglich, in jeder zwischenmenschlichen Beziehung, nur wenn das automatisiert läuft und es keine Pause von Werbung gibt ist das denke ich bedenklich.

Das Geschäft mit den Gesetzen

Was wirklich Angst macht sind Juristen, die „digital“ nicht sprechen, aber DSGVO bewerten. Wozu brauche ich eine Einwilligung für den Besuch auf meiner Webseite, hab ich den armen Menschen gezwungen meine Web 2.0 super special Webseite zu besuchen? Weiß denn nicht jeder, das Webanwendungen nur mit Cookies und Javascript funktionieren und so super „klickibunti“ Effekte hat. Ist es der juristischen Fachwelt noch nicht klar das nicht alles böse ist, wo www davor steht? Und mit welchem Aufwand soll denn jetzt die Einwilligungen dokumentiert werden?

Puh schon wieder eine Datenschutznewsletter Mail bearbeitet. Bitte einen kühlen Kopf bewahren und wenn verrückte Panikmache auf Dich zukommt, am Thema Datenschutz dran bleiben und wenn die kleine Panik kommt mit nüchternen Gesetzestexten konfrontieren: Eine super Gestzes-Aufbereitung hier. Dafür herzlichen Dank liebe Intersoft Consulting, echt toll aufbereitet.

Fazit

Es ist schon erstaunlich, wie lange die Politik zuschaut und es „Datenkraken“ gestattet unkontrolliert ihre Plattformen aufzubauen, und so ca. 2-5 Milliarden Menschen schon dort sind. Und die jetzigen Regeln sind dann doch so „schwammig“, das kleinere Unternehmen und Selbstständige ohne Rechtsabteilung, ehre ihre Online Unternehmungen unterlassen. Schade eigentlich, denn die neuen Vermarktungsmöglichkeiten, bieten gerade kleinen Unternehmen in der Nische neue Kunden und Aufträge zu generieren.

Langfristig sollte aber die Strategie jedes Unternehmens sein, seine Informationsprozesse in ein entsprechendes Modell zu transformieren. Das wird es langfristig nicht nur einfacher machen bestimmte gesetzliche Anforderungen  zu erfüllen, sondern auch echte Business Transformation umsetzen zu können. Kundenanfragen erwünscht 🙂